Erzähl mir was!

Verein für Erzählkunst und Erzählkultur e.V. 

Das freie mündliche Erzählen von Geschichten von Mund zu Ohr ist eine der ältesten Kommunikationsformen der Menschheit – und erfährt in Zeiten überbordender 
Digitalisierung ihre notwendige Renaissance. Wir haben uns seit 2023 dieser Kunst und ihrer zugrundeliegenden Kultur der Begegnung und des Austausches verschrieben: 
mit Erzählveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen, Stipendien und Veröffentlichungen. Hier können Sie sich über uns und unsere Arbeit informieren 
– und unsere Veranstaltungen buchen! 

Aktuelles

Erzählsalon: Freiheit und Glaube

Die Stiftergestalten aus der Religionsgeschichte haben ihre Lehren oft in Gleichnissen und bildhafter Sprache vermittelt. Diese Erzählweise half, komplexe geistige Wahrheiten und moralische Lehren zugänglich und einprägsam zu machen. Jesus Christus erzählte Gleichnisse wie das vom verlorenen Sohn, Buddha nutzte Parabeln, um das Leiden zu erklären, und Mohammed übermittelte Gottes Botschaft in poetischen Versen. Auch bei den Bahá'í, den Sufis, Sikhs oder im Hinduismus spielt das Geschichtenerzählen eine wichtige Rolle, um Orientierung zu bieten und das Verständnis grundlegender geistiger Werte näherzubringen – nicht selten auch, um mittels Humor das Schwere leicht zu machen. Umso mehr können unsere eigenen Geschichten anderen als Vorbild dienen, berühren und ermahnen – oder uns anderen Menschen näherbringen. Als soziale Wesen erzählen wir folglich immer.


In den Workshops am 20. und 26. Juni bereiten wir uns auf einen Erzählsalon am 4. Juli im Rahmen der Begegnungstage im Kreuzberger Graefe-Kiez zum Thema "Freiheit und Glaube" vor. Wir sind der eigenen Geschichte auf der Spur, finden den roten Faden und entdecken Selbstwert und Selbstwirksamkeit neu und stärken sie. In vier Modulen bereiten wir den Erzählsalon vor: 


  • Was ist eine erzählenswerte Geschichte? 
  • Welche Erlebnisse möchte ich teilen? 
  • Wie erzähle ich meine erlebte Geschichte so, dass sie durch das Erzählen zu einem authentischen Stück aus meinem Leben wird?


Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:

  • Hat mich mein Glaube frei oder unfrei gemacht?
  • Was konnte ich abgrenzen, worauf konnte ich mich einlassen?
  • In welchen Momenten in meinem Leben haben mich meine Fragen nach dem Sinn zu mehr Freiheit geführt?Wir erfahren außerdem, wie wir eine "gute" Geschichte aufarbeiten und durch unsere Sprache, Gestik und Mimik beim Erzählen Wirkung entfalten.